5 Tipps für eine effizientere Handhabung Ihrer Finanzen & Chancen der aktuellen Niedrigzinsen für Verbraucher

Unser Bildungssystem ist auf mehreren Säulen aufgebaut und versorgt uns mit wichtigem Wissen zu unterschiedlichen Wissensgebieten. Es bringt uns aber nicht bei, wie wir im späteren Berufsleben unsere Finanzen am besten in den Griff bekommen und wirtschaftlich aufblühen.

Dieses praktische und unverzichtbare Know-How müssen wir uns meist mühsam selbst aneignen. Dieser Beitrag soll Ihnen ein paar zentrale Aspekte näher bringen, wie Sie Ihre finanzielle Situation deutlich verbessern können.

Wenn Sie diesen Artikel gefunden haben und gerade lesen, nehme ich mal an, dass Sie nicht zufrieden mit Ihrer aktuellen finanziellen Situation sind und das Gefühl haben, nicht Herr Ihrer Finanzen zu sein. Raten Sie mal! Die wenigsten von uns sind von Haus aus gut darin.

Solange wir nicht das Glück haben, in eine reiche Familie geboren zu werden, eine üppige Erbschaft zu erhalten oder im Lotto anzusahnen, müssen wir damit klar kommen, dass Geld bei uns immer ein wenig knapp sein wird und wir ein Auge auf unser Einkommen und unsere Ausgaben haben müssen.

Die gute Nachricht ist, dass wir alle die Möglichkeit haben, uns auf diesem Gebiet zu verbessern und unsere Situation zum Positiven zu verändern.

Tipp 1: Kennen Sie Ihre Ausgaben

Tipp 1 zur Verbesserung Ihrer persönlichen Finanzen

Ihre Ausgabenseite ist der erste und gleichzeitig wahrscheinlich auch der wichtigste Punkt, auf den Sie acht geben sollten. Damit Sie nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten, sollten Sie zu jeder Zeit sämtliche Einnahmen und Ausgaben Ihres Haushalts fest im Blick haben. Auch wenn Sie kein Freund von Papierwirtschaft und dem Ordnen von Unterlagen und Belegen sind, nehmen Sie diesen Bereich nicht auf die leichte Schulter. Es ist von enormer Bedeutung, über sämtliche Geldbewegungen Bescheid zu wissen.

Es scheint ganz offensichtlich zu sein: Sie sollten mehr einnehmen als Sie ausgeben! Dennoch ist dies in vielen Fällen leichter gesagt als getan. Falls Sie zu den wenigen gehören, die diesen Punkt schon vollends im Griff haben, dann brauchen Sie eigentlich gar nicht mehr weiterlesen...

Erwischen Sie sich jedoch dabei, dass es Ihnen Probleme bereitet, dann sind Sie hier genau richtig. Ein Leben auf Pump zahlt sich auf lange Sicht niemals aus!

Die Einnahmenseite ist meist schnell ermittelt. Kümmern Sie sich dann intensiver um die Ausgabenseite. Wenn Sie sich dann im Klaren sind, wohin Ihr Geld so Monat für Monat verschwindet, ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

Achtung: Sie werden an dieser Stelle auch über Themen wie Geldanlage, Versicherungen, Altersvorsorge, usw. stolpern. Das sind notwendige Bausteine Ihres Haushaltes. Kennen Sie sich mit diesen Dingen nicht so gut aus? Das ist keine Schande, denn niemand lernt darüber in der Schule.

Sie sollten sich allerdings über diese Dinge informieren, wenn Sie hier Lücken, Fragen oder Probleme haben. Dafür gibt es zahlreiche Anlaufstellen. Zur Not fangen Sie einfach mal mit Google mit einer Recherche an und schreiben sich Punkte auf, die Ihnen unklar bleiben. Diese können Sie dann im Detail bei einem Fachberater klären.

Sie listen nun all Ihre Ausgaben ausführlich auf? Schön! Achten Sie dabei auf Dinge, die nicht unmittelbar notwendig für Ihr Leben sind und von denen Sie sich unter Umständen trennen können. Glauben Sie mir, diese Punkte findet jeder von uns!

Brauchen Sie beispielsweise wirklich die Mitgliedschaft im Fitness-Center, wo Sie doch nur einmal pro Monat dort auftauchen? Brauchen Sie wirklich ein teures SKY-Abo mit sämtlichen Kanälen, oder wär es nicht besser, einmal pro Monat ins Kino zu gehen oder einen Film auszuleihen?

Machen Sie sich Gedanken wie diese und seien Sie ehrlich zu sich selbst! Oft lösen sich dadurch schon zahlreiche Probleme.

Gleichzeitig sollten Sie Ihre Kontoauszüge genau studieren. In vielen Fällen entdeckt man dort Abbuchungen, mit denen man gar nicht rechnet oder die von Leistungen herrühren, die man schon sehr lange nicht mehr in Anspruch nimmt. Auch versteckten Kosten kann man so auf die Schliche kommen.

Falls Ihnen die ganze Sache über den Kopf wachsen sollten, fragen Sie Freunde oder Verwandte um Hilfe. In den meisten Städten gibt es auch Ämter, oder soziale Stellen (z.B. über die Diakonie, usw.), die gerne weiterhelfen.

Tipp 2: Lernen Sie den Unterschied zwischen Kaufen und Mieten

Tipp 2 zur Verbesserung Ihrer persönlichen Finanzen

Eine Frage, die Sie sich vor der Anschaffung zahlreicher Dinge stellen sollten, lautet: „Ist es besser, es zu kaufen oder zu mieten?“.

Diese Frage kann knifflig werden, wenn nun auch noch die Betrachtung des Zeitraums hinzu kommt. Beispielsweise kann es verlockender erscheinen, die 4-Zimmer-Wohnung einfach nur zu mieten, um die Zahlung eines hohen Einmalbetrags zu vermeiden. Nach 10 oder 20 Jahren könnten Sie diese Entscheidung allerdings sehr bereuen, wenn Sie feststellen, dass Sie mit dem Kauf einer Immobilie bis zu 70% gespart und nun auch noch einen Gegenwert aufzuweisen hätten.

Auf der anderen Seite ist es wahrscheinlich besser, eine DVD oder einen Film zu leihen, anstatt ihn zu kaufen. Denn wie oft schauen wir ihn denn an, bis die DVD schließlich im Regal verstaubt? Richtig!

Wir haben den Drang in uns, Dinge besitzen zu wollen. In der überwiegenden Mehrheit von Fällen gibt es allerdings eine günstigere Alternative als den Neukauf einer Sache. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Stichworte wie „Sharing Economy“ die Runde machen.

Als Daumenregel lässt sich vielleicht festhalten, dass es bei Anschaffungen, welche Sie über einen längeren Zeitraum häufig nutzen, tendenziell günstiger ist, zu kaufen. Bei allen anderern Dingen sollten Sie genauer hinschauen.

Ich möchte Sie an dieser Stelle nun aber nicht für den leichtfertigen Kauf einer Immobilie begeistern, sondern Ihnen lediglich die Abwägung beider Alternativen ans Herz legen. Selbstverständlich sollten Sie bei Anschaffungen, welche z.B. die Inanspruchnahme eines Kredits voraussetzen, genau kalkulieren, wie Sie diesen Kredit auch später wieder bedienen.

Tipp 3: Nutzen Sie die Möglichkeiten der aktuellen Niedrigzinsphase

Tipp 3 zur Verbesserung Ihrer persönlichen Finanzen

Falls Sie schon länger einen eher ausgabefreudigen Lebensstil pflegen, kann es durchaus schon der Fall sein, dass Sie den einen oder anderen Dispokredit bzw. Kreditkarte voll ausgeschöpft haben oder sogenannte Verbraucherkredite aufgenommen haben, um kurzfristig Käufe zu finanzieren. Während es bei kurzzeitigen Finanzengpässen kein Grund zur Panik ist, kann sich bei fortlaufendem „Über-die-eigenen-Verhältnisse-Leben“ ein echtes Problem herauskristallisieren. Schnell ist man in der Kreditfalle, zumal die angesprochenen Kreditformen sehr hohe Zinsraten mit sich bringen, die den Schuldenberg schnell anwachsen lassen können.

Hier kann Ihnen die aktuelle Wirtschafts- und Niedrigzinssituation sehr nützlich sein (Stichwort: Umschuldung). Während die über die letzten Jahre stetig gefallenen Zinsen im Rahmen von Dispokrediten oder Kreditkarten kaum an die Verbraucher weitergegeben wurden, verhält sich dies bei der Neuaufnahme von Verbraucherkrediten ganz anders.

Je nach Betrag und Laufzeit liegen die aktuellen Zinssätze teilweise bei unter 3 Prozent pro Jahr, während 2008 noch 5 Prozent und mehr für täglich fällige Guthaben bezahlt wurden, bei natürlich noch viel höheren Kreditzinsen in dieser Zeit.

Daher kann es durchaus Sinn machen, alte Kredite mit wesentlich höheren Zinsraten durch einen neuen Kredit mit deutlich günstigeren Konditionen abzulösen. Das kann einen wesentlichen Beitrag zur Konsolidierung Ihrer Finanzen beitragen.

Die anhaltenden niedrigen Kreditzinsen können gleichzeitig auch eine Möglichkeit bieten, geplante Investitionen vorzuziehen.

Die Beantragung eines Kredites oder eine gewinnbringende Umschuldung können eine komplizierte Sache sein. Das könnte dazu führen, dass Sie diesen Schritt meiden oder aufschieben. Außerdem ist es mit dem Vertrauen gegenüber den Banken immer so eine Sache. Schließlich werden die Berater auch durch die Provisionen im Hintergrund motiviert.

Eine Möglichkeit, sich bereits vor einem Gespräch mit einem Bankberater einen Überblick über die verschiedenen Konditionen zu machen, sind Vergleichsportale für Online-Kredite wie http://www.online-kreditvergleich24.de. Dort werden Ihnen verschiedene Anbieter gegenübergestellt und Sie können sich in aller Ruhe erst mal innerhalb der eigenen vier Wände ein wenig Klarheit verschaffen.

Oft halten diese Vergleichsportale auch gleichzeitig wertvolle Tipps zu den Themen Finanzierung, Umschuldung sowie zum Immobilienkauf bereit.

Natürlich ist es durch den Fortschritt des Internets nun auch problemlos möglich, sich bequem von zuhause aus über die Angebote der eigenen Bank zu informieren, im gleichen Zug bietet es sich natürlich ebenfalls an, auch jene von anderen Banken zu vergleichen.

Was Sie allerdings schon im Vorfeld eines Kreditvergleichs vorbereiten sollten, sind zwei grundlegende Dinge: die Bestimmung des notwendigen Finanzierungsbedarfs und der maximalen monatlichen Belastungsgrenze.

All diese Informationen ersetzen natürlich nicht das professionelle Beratungsgespräch mit einem qualifizierten Profi, können Sie jedoch optimal darauf vorbereiten und die Auswahl des richtigen Beraters leichter werden lassen.

Tipp 4: Legen Sie etwas auf die hohe Kante

Tipp 4 zur Verbesserung Ihrer persönlichen Finanzen

Nachdem Sie Ihre Ausgaben nun erfolgreich unter Ihre Einnahmen gedrückt haben, können Sie den nächsten Punkt in Angriff nehmen: Sparen!

Unser Leben läuft oft nicht so planmäßig, wie wir es gerne hätten. Unvorhergesehene Ereignisse können schnell zum finanziellen Fiasko werden. Daher ist es wichtig, dass Sie regelmäßig etwas auf die hohe Kante legen, um unerwartete Kosten erfolgreich bewältigen zu können.

Distanzieren Sie sich jedoch - bei allem gegebenen Misstrauen gegenüber Bankinstituten - davon, Ihr Erspartes in einen Strumpf zu packen, es im Keller unter den Kartoffeln zu verstecken oder es gar im Garten zu vergraben. Gehen Sie zur Bank und eröffnen Sie ein Sparbuch. Auch wenn Sie derzeit nicht viel Zinsen für Ihr Erspartes bekommen, ist es dennoch sicherer als unter Ihrem Bett. Außerdem ist es auf einem Bankkonto bis zu einer ordentlich hohen Summe versichert.

Wenn Sie gerne mehr rausholen möchten, dann können Sie sich jederzeit mit Anlageformen wie Aktienfonds, Sparbriefe, Festgeldanlagen, usw. Beschäftigen. Vergleichen Sie die Rendite und die Anlagezeiträume miteinander.

Als Daumenregel für die Höhe des schnell verfügbaren Sparvolumens können Sie etwa das Dreifache Ihrer Monatseinnahmen festlegen. Dann haben Sie genügend Puffer, um kleinere Krisen ohne große Probleme zu überstehen.

Es ist übrigens eine gute Idee, ein separates Sparkonto für diesen Zweck zu haben. Das hindert Sie daran, es doch auszugeben, ohne es zu wollen.

Tipp 5: Halten Sie Ausschau nach weiteren Einnahmequellen

Tipp 5 zur Verbesserung Ihrer persönlichen Finanzen

Auch dieser Ratschlag mag Ihnen nicht neu sein: suchen Sie sich einen weiteren Job oder eine Nebenbeschäftigung, um Ihre Finanzen aufzupolieren!

Als Gegenargument fällt Ihnen nun vielleicht ein, dass Sie das zeitlich nicht hinbekommen oder der Arbeitsmarkt in Ihrer Region das nicht hergibt. Aber haben Sie wirklich schon alle Möglichkeiten bedacht?

Vor allem auch durch das Internet und neue flexible Formen der Zuverdienstmöglichkeiten hat sich auf diesem Gebiet einiges getan. Es gibt mittlerweile unzählige Plattformen und Anlaufstellen im Netz, die zahlreiche Mikrojobs und Verdienstmöglichkeiten anbieten. Ständig gesucht werden beispielsweise Umzugshelfer, Einkaufshelfer, Fahrer, Gärtner, Babysitter, Servicekräfte, Promotionmitarbeiter, Mystery Shopper, Handwerker, Zeitungsausträger, Call-Center Mitarbeiter, Aushilfen im Baugewerbe, im Einzelhandel und in der Industrie, usw. Sollten Sie besondere Kenntnisse oder Fähigkeiten haben, dann können Sie auch mit dem Schreiben von Texten, Fotografieren, Übersetzen, Handarbeit, Kunsthandwerk oder dem Eingeben von Daten Geld verdienen.

Eine weitere Einkommensquelle ist der Verkauf von Gegenständen, die Sie nicht mehr benötigen und von denen Sie sich trennen können. Die meisten von uns haben solche Dinge im Keller oder auf dem Dachboden stehen. Man könnte sie ja doch mal irgendwann brauchen.

Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um nicht mehr Gebrauchtes zu Geld zu machen. Sie können hier traditionelle Wege wie den Flohmarkt oder Kleinanzeigen gehen oder auch auf Online Marktplätze wie eBay und Co. zurückgreifen.

Während diese Maßnahmen nicht Ihre Probleme so einfach in Luft auflösen werden, verschaffen Sie Ihnen doch wertvolle Zeit und geben Ihnen die Möglichkeit, doch recht kurzfristig an dringend benötigtes Kapital zu kommen. Auf lange Sicht wird sich nur die konsequente Sanierung Ihrer Finanzen sowie ein stabiles Einkommen als letztendliche Lösung Ihrer finanziellen Probleme zeigen.

Das kann mitunter hart sein und erfordern Disziplin und Geduld. Zögern Sie also nicht, Freunde und Verwandte um deren Rat und Mithilfe zu fragen. Etwas emotionaler Beistand kann Wunder wirken.

Ich hoffe, ich konnte durch diesen Artikel ein paar Anregungen vermitteln und die eine oder andere Idee bei Ihnen auf den Weg bringen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrem Weg!

Bitte nehmen Sie abschließend noch zur Kenntnis, dass es sich hierbei um keinen professionellen finanziellen Ratgeber handelt. Sämtliche Ideen, Anregungen und Vorschläge sind das Ergebnis persönlicher Erfahrungen und Beobachtungen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall immer an einen Experten oder fachlich anerkannten Berater, wenn es um Ihr Geld geht.

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