Hier finden Sie Zitate, Sinnsprüche, Weisheiten und Aphorismen von Reinhold Niebuhr.
Reinhold Niebuhr, geboren am 21. Juni 1892 in Wright City, Missouri und verstorben am 1. Juni 1971 in Stockbridge, Massachusetts, war ein einflussreicher US-amerikanischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler.
Niebuhr stammte aus einem deutsch-amerikanischen Pfarrhaus und wurde 1913 zum Pfarrer der in der unierten Tradition stehenden German Evangelical Synod of North America, einer Vorgängerkirche der United Church of Christ, ordiniert. Nach Abschluss seines Aufbaustudiums in Yale wurde er 1915 zum Pfarrer einer Gemeinde in Detroit berufen. Ab 1928 lehrte er am Union Theological Seminary in New York, wo er 1930 eine ordentliche Professur erhielt, die er bis zu seiner Emeritierung 1960 innehatte.
1931 heiratete Reinhold Niebuhr Ursula Keppel-Compton; aus der Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor.
Beeinflusst von Augustins philosophischem Dualismus entwickelte Niebuhr ein dialektisches anthropologisches Konzept. Dieses beinhaltet die Erkenntnis, dass der Mensch durch seine intellektuelle Freiheit die Fähigkeit zur Herstellung des Guten wie des Bösen habe. Der Mensch sei durch seine reflexiven Fähigkeiten dazu verdammt, sich seinen Lebenssinn selbst zu kreieren. Da Endlichkeit und Knappheit die Rahmenbedingungen seines Handelns sind, wird der Mensch zu aus Selbstgerechtigkeit und Stolz geborenen Taten verführt. Auf der Ebene der internationalen Politik führt dies zu imperialistischem Handeln mächtiger Nationen.
Niebuhr kritisierte nicht nur den falschen Utopismus des Kommunismus, der zu Despotismus führe, sondern auch die selbstgerechte Anmaßung der USA, sich als auserwählte Nation zu fühlen. Machtausübung führe immer auch zu moraldefizitärem Verhalten.
Sein Bruder Richard Niebuhr (1894–1962) war ebenfalls Theologe.
1964 erhielt Niebuhr die Presidential Medal of Freedom.
Viel Spass beim Stöbern durch die Zitate, Sinnsprüche, Weisheiten und Aphorismen von Reinhold Niebuhr.