Abschied

Mit dem Abitur in der Tasche und der Zukunft vor der Nase, hatte ich meinen Rucksack gepackt und stand am Flughafen. Die ersten Tränen hatte ich bereits im Auto runtergeschluckt, dass mich un in Richtung Zukunft fuhr.
Konsti, meinen Bruder und Mutti würde ich nun für lange Zeit nur noch auf dem Bildschirm meines Notebooks sehen und durch die Lautsprecher hören.
Die ganze Zeit gehen sie einem auf die Nerven und man wünscht sich nichts sehnlicher als endlich verschwinden zu können, machen zu können was man will oder einfach seine Ruhe zu haben. Doch wenn es soweit ist,wenn man seine Koffer gepackt hat und das letzte mal seine Zimmertür hinter sich schließt, den Flur entlangläuft und die Treppe runterstapft, dann fragt man sich, ob es die richtige Entscheidung war. Und spätestens nachdem man das letzte mal einen Kuss von Mutti auf die Stirn bekommen hatte, der kleine Bruder weinend in der Tür steht und man selbst vom Gartentor einen letzten Blick zurück wagt,merkt man, dass es einem das Herz zerreißt, sie zurückzulassen und ins Leben hinauszugehen.
Die letzte halbe Stunde am Flughafen ist mir so schlecht, dass ich es nicht würdigen kann, das Papa, Oma und Opa und meine Besten 4 zum Flughafen gekommen sind, um sich zu verabschieden.
Die meiste Zeit verbringe ich auf der Toilette, schaue in den Spiegel und weiß, dass ich in 23min im Flieger nach London sitze. Alleine.Ohne ein Rückflugticket.
Gelassen schaue ich in die erwartungsvollen Gesichter als der Moment gekommen ist zu gehen. Doch in meinem Kopf rattert es und die Anstregenung ist groß nicht in Tränen auszubrechen.Ich umarme sie alle noch mal. Dann nehme ich meine Sachen. " Tschüß Papa, bis bald" Und dann gehe ich...

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