"Stiller Kampf"

Es ging so weiter...Morgens aufstehen, funktionieren, den Kindern im Heim ein Stück Geborgenheit gebeb, was ich selbst so sehr gesucht hab, am Abend unter Tränen einschlafen...Tag für Tag...
Mein Körper wollte längst eine Pause einlegen, wehrte sich mit hohem Fieber und nahm jeden Virus mit, den er kriegen konnte. Aber ich brauchte genau die Ablenkung, diesen Streß, keine Zeit für Pausen...funktionierte weiter, nicht zuletzt, weil das Bestehen des Praktikums durch Fehlzeiten gefährdet war.
Und zwischen all dem schöpfte ich immerwieder Kraft für meinen Kampf...erst aktiv, mit Briefen, Telefonaten, dem Tagebuch unserer Beziehung, dann still für mich, in der Hoffnung, irgendwann würde er mich vermissen. Alles ohne Erfolg!
Ein letztes Telefonat, kurz vor Weihnachten, öffnete mir die Augen, ich konnte aufgeben...Bald darauf wusste ich auch, dass er sich längst mit einer neuen Beziehung tröstet. Ein Schlag ins Gesicht!

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